Mufete de Cacuso

Grillierter Tilapia mit typisch angolanischen Beilagen
Für 6 Personen
am Vortag beginnen

Zutaten

  • 600 g weisse Bohnen oder Schwarzaugenbohnen
  • 375 ml rotes Palmöl (erhältlich online oder aus dem Afrika- oder Asia-Store)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Gewürznelke
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL gehackter Knoblauch
  • Salz nach Belieben
  • Geröstetes Maniokmehl (optional)

Zubereitung

Bohnen über Nacht in reichlich kaltem Wasser einweichen lassen, abgiessen und in leicht gesalzenem Wasser weichkochen (Dauer je nach Bohnenart unterschiedlich).
Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Die Bohnen abgiessen, wenn sie weich sind und kurz beiseite stellen. Das Bohnenwasser aufbewahren.
In einem zweiten Topf das Palmöl erhitzen, Lorbeerblatt dazu geben und bei mittlerer Hitze die Zwiebel glasig dünsten. Knoblauch dazu geben und kurz andünsten. Nun die Bohnen dazu geben und alles ca. 15 Minuten köcheln lassen.
Wenn man die Konsistenz etwas sämiger möchte kann man ein paar Bohnen mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer zerquetschen. Wird das Ganze zu dick, kann man etwas vom Bohnenwasser angiessen, je nach Belieben. Mit Salz abschmecken, zum Schluss mit geröstetem Maniokmehl bestreuen und als Beilage servieren.

Zutaten Kochbananen

  • 3 unreife Kochbananen
  • Erdnussöl

Zubereitung

Die Kochbananen quer in fingerlange Stücke und längs in 1 cm breite Streifen schneiden. 15 Minuten in gesalzenes Wasser geben. Reichlich Erdnussöl erhitzen. Die Bananenstreifen mit Küchenpapier abtupfen und in das heisse Öl geben. 3 Minuten frittieren. Herausnehmen, auf Küchenkrepp abtropfen und auskühlen lassen.

Zutaten Zwiebelsalat

  •  Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Tomate, fein gewürfelt
  • ½ Salatgurke, fein gewürfelt
  • 1 TL grüner Pfeffer, fein gehackt
  • ½ Zitrone, nur Saft
  • 4 – 5 EL Olivenöl
  • Salz nach Belieben

Zubereitung

Die gehackte Zwiebel, Tomate und Gurke sowie den grünen Pfeffer in eine Schüssel geben und mit Zitrone und Olivenöl sowie Salz nach Belieben würzen. Anschliessend zugedeckt ziehen lassen.

Zutaten Maniok-Chips

  • 1 mittlere Maniok-Wurzel (ca. 800 g)
  • Ca. 1,5 l Frittieröl (z. B. Erdnussöl)
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Am Vortag die Maniok-Wurzel schälen. Dafür schneidet man sie am besten in einzelne ca. 5 cm breite Stücke und schneidet die hölzerne Rinde ringsum ab. Die Stücke werden anschliessend in kochendem Salzwasser während 30 – 40 Minuten weich gekocht, bis sie fast zerfallen. Danach das Wasser abgiessen und die Wurzelstücke über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
Am Folgetag das Frittieröl erhitzen. Die gekochten Maniok-Stücke von Hand in einzelne, faserige Stücke zupfen und diese im heissen Öl während 4 – 6 Minuten knusprig ausbacken. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen, kräftig mit Salz oder einer Lieblingswürzmischung würzen und heiss als Beilage servieren.

Zutaten Tilapia

  • 6 mittlere Fischfilets (z. B. Tilapia) mit Haut, pro Person ca. 200 g (Hinweis: Tilapia ist in der Schweiz nicht immer einfach zu bekommen. Als Ersatz können Sie aber problemlos Baramundi, Red Snapper oder auch Zander und Barsch verwenden)
  • 4 Zehen zerdrückter Knoblauch
  • 1 Lorbeerblatt, fein gehackt
  • 1 TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 Zitrone, nur Saft
  • 1 dl Olivenöl
  • 1 TL Salz

Zubereitung

Die Knoblauchzehen zusammen mit Lorbeer, Pfeffer, Zitronensaft, Olivenöl und Salz mischen und 30 Minuten ziehen lassen. Währenddessen den Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Fischfilets mit der Hautseite nach oben in eine Gratinform geben und grosszügig mit dem Würzöl beträufeln. Im vorgeheizten Ofen während etwa 20 Minuten garen. Gegen Ende der Garzeit kann die Grillfunktion verwendet werden, um eine möglichst knusprige Haut zu erhalten. Die Fischfilets auf Teller anrichten, mit etwas Zwiebelsalat krönen und gemeinsam mit den restlichen Beilagen servieren.

Zutaten Süsskartoffeln

  • 1 kg Süsskartoffeln

Zubereitung

Die Süsskartoffeln schälen und gegebenenfalls in Stücke oder Scheiben schneiden. In Wasser mit einer Prise Salz weich garen. Als Beilage servieren.

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Antonio SebastiÃo

Herkunft : Kisama / Angola
Alter : 19
Funktion : Fachmitarbeiter Kasse
In der Migros seit : 2019

Was esst ihr, wenn es etwas zu feiern gibt?
Bei grossen Feiern, und davon gibt es bei uns reichlich viele, wird normalerweise frischer Fisch aufgetischt. Angolanische Küche basiert hauptsächlich auf Fisch und Meeresfrüchten, immerhin haben wir den Ozean direkt vor der Haustüre. Als Begleitung werden Butterbohnen, gekochte Kartoffeln, Kohl, oft auch Spargeln und Eier aufgetischt – in dieser Konstellation übrigens bei uns auch ein beliebtes Weihnachtsessen. Nur gehört dann natürlich noch Bacalhau (Stockfisch) dazu. Hier merkt man die portugie­sischen Einflüsse aus der Zeit der Kolonialisierung.

Was ist das Allerspeziellste, das es bei euch gibt?
Musik, definitiv die Musik! Sie ist in Angola quasi allgegenwärtig, wir alle hören immer und überall Musik. Im ganzen Land haben wir eine reiche Vielfalt an regionalen Musikstilen, oft durch die afroafrika­nische, aber auch hier wieder die portugiesische Kultur beeinflusst. Good Vibes eben, mit viel Schweiss und Hüftschwung. Sie alle haben eines gemeinsam: sie sind stets rhythmisch, lebensfroh und sexy! (schmunzelt).

Das beeindruckendste Gericht, das je eine Frau für dich gekocht hat? Hat‘s funktioniert?
Nun… vielleicht nicht ganz die Antwort, die du erwartest: aber die tatsächlich beste Köchin für mich, und deshalb hier auch erwähnt, ist meine Mutter. An meinem Geburtstag gab es früher stets dasselbe Lieblingsmenu serviert: hausgemachte Pommes (die besten überhaupt!), grillierte Koteletts und Salat. Ein absoluter Klassiker aus meiner Kindheit.