Kottu Roti

Gehacktes Fladenbrot mit Curry und Gemüse
Für 4 Personen

Zutaten Fladenbrot

  • 500 g Weizenmehl
  • 1 Packung Trockenhefe (9 g)
  • 1 TL Salz
  • 5 TL Öl
  • lauwarmes Wasser nach Mass

Zubereitung

Geben Sie das Weizenmehl, die Hefe, Salz und 3 EL Öl in eine Schüssel. Die Zutaten werden vermischt und ordentlich durchgeknetet. Es wird so viel Wasser dazu gegeben, bis der Teig die Konsistenz eines Pizzateigs hat.
Kneten Sie den Teig lange wild (auseinanderziehen und verdrehen) durch und beträufeln ihn anschließend mit ein wenig Öl und massieren ihn gut ein.

Legen Sie den Teig in eine Schüssel und bedecken Sie diese mit einem Küchentuch. So lässt man den Teig 2-3 Stunden aufgehen. Danach kann man ihn in tennisballgrosse Kugeln formen.
Die Kugeln werden dünn ausgerollt, damit sie ungefähr einen Durchmesser von ca. 15 cm haben.

Jetzt wird eine Pfanne mit Öl eingefettet und die Rotis werden von beiden Seiten gebacken. Nach dem Braten sollte das Roti eine blätterteigähnliche Konsistenz haben.

Zum Fertigstellen:

  • 6 – 7 Roti (Fladenbrot, siehe links)
  • 6 EL Sonnenblumenöl
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 daumengrosses Stück Ingwer
  • 2 grüne Chilis
  • 60 g Lauch
  • 80 g weisser Kohl
  • 1 TL Pfeffer
  • 3 Eier
  • Salz
  • 100 g Karotten
  • 30 Curryblätter
  • 3 g Bockshornkleesamen
  • 3 g Senfsamen
  • 3 g Fenchelsamen
  • 2 EL Sri Lanka Curry Pulver
  • 80 ml Hühnerbouillon
  • 4 EL gehackte Frühlingszwiebeln
  • 4 Limettenschnitze

Zubereitung

Die Zwiebeln, den Knoblauch sowie den Ingwer schälen und möglichst fein hacken. Kohl, Lauch und Karotten waschen und ebenfalls in feine Streifen schneiden/raspeln. Das Roti in ca. 2 – 3 cm grosse rechteckige Stücke schneiden.
3 EL Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und jeweils die Hälfte der Bockshornkleesamen, Senfsamen, Fenchelsamen sowie einige Curryblätter in den Topf geben und mit einer Prise Salz während 2 Minuten leicht anrösten. Anschliessend die Zwiebeln, den Knoblauch sowie den Ingwer mit andünsten, ohne dass es Farbe annimmt. Das Gemüse hinzugeben und ebenfalls während einiger Minuten mitdünsten. Das Currypulver beimengen, kurz mitrösten und mit der Hühnersuppe ablöschen. Die Sauce ca. 10 Minuten köcheln lassen, bei Bedarf etwas Hühnerbouillon hinzufügen und anschliessend vom Herd nehmen und beiseitestellen.
Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen und die übrigen Bockshornkleesamen, Fenchelsamen, Senfsamen und Curryblätter dazugeben und anrösten. Die Fladenbrotstücke hinzugeben und kurz anrösten. Die Eier in eine Schüssel aufschlagen, verquirlen und anschliessend hinzugeben, mitbraten und unter das Fladenbrot mischen. Sobald sich das Ei verfestigt hat, kann man das Gemüsecurry dazugeben und alles kräftig miteinander vermengen.
Das fertige Gericht in einen Teller geben, mit Frühlingszwiebeln dekorieren und je Portion einen Limettenschnitz dazu servieren. Je nach Gusto kann man mehr oder weniger Chili verwenden.

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Sanatharan Ganesan

Herkunft : Jaffna / Sri Lanka
Alter : 52
Funktion : Mitarbeiter Bäckerei
In der Migros seit : 1991

Welche Gewürze werden in der Küche deiner Heimat am meisten verwendet?
Wir Sri Lanki lieben scharfes Essen! Insofern spielt die Chilischote in unserer Küche eine wichtige Rolle. Sie landet frisch auf dem Tisch, wird aber normalerweise getrocknet und in Pulverform verwendet. Da gibt es auch verschiedene Schärfegrade. Je nach dem, ob ich ein Fisch- oder Fleischcurry oder ein vegetarisches Gericht damit zubereite, verwende ich eine andere Sorte. In Sri Lanka essen selbst die Kleinsten schon fleissig scharfe Speisen. Bei meinen Kindern, welche in der Schweiz aufgewachsen sind, ist das allerdings ein wenig anders. Ihre Gaumen sind eher dem Schweizerischen Standard angepasst. Sie mögen scharf, aber nicht ganz so sehr wie ihr Papa! (lacht)

Gibt es Schweizer Gerichte, die du am Anfang total seltsam fandest?
Als ich 1989 in die Schweiz kam, habe ich zunächst eine Zeit lang in einem Restaurant gearbeitet. Da kam ich mit der Schweizer Küche zum ersten Mal in Kontakt und ja, natürlich war am Anfang vieles für mich ungewohnt. Fondue etwa, wenn man‘s sich so überlegt: Nichts gegen geschmolzenen Käse, aber wer käme auf die Idee, eine derartig grosse Masse davon als Hauptgang zu verspeisen. Wahnsinn, eigentlich! Raclette hingegen mag ich sehr gerne, wogegen das bei Schweizern an Weihnachten beliebte Fondue Chinoise ein für mich eher seltsames Gericht ist.

Welches Menü gibt es denn bei euch an Weihnachten?
Das traditionelle grosse Weihnachtsessen findet am 25. Dezember mit unzähligen Gerichten im Freien statt. Nach dem reichhaltigen Essen wird ausgelassen getanzt und gesungen. Nie fehlen darf ein traditionelles Biryani, ein herzhaftes Pfannengericht mit geröstetem Reis, verschiedenen Gewürzen sowie Poulet- oder Lammfleisch. Wie eigentlich alle Gerichte in Sri Lanka, isst man es mit der Hand. Traditionell verwendet man dafür die rechte Hand, die linke bleibt unter dem Tisch. Dazu formt man das Essen zu kleinen Kugeln und schiebt es mit dem Daumen in den Mund. Wasserschalen zum Reinigen stehen meistens auf dem Tisch, so dass man sich danach die Hände waschen kann.