Fatayer sbenikh

Libanesische Teigtaschen mit Spinat
Für 25 Stück / 4–5 Personen
am Vortag beginnen

Zutaten Teig

  • 15 g Frischhefe
  • 250 g Weizenmehl, plus etwas Mehl zum Verarbeiten
  • 125 g Weizenvollkornmehl
  • 125 g heller Bulgur
  • 100 ml Olivenöl
  • Salz

Zubereitung

Die Zutaten in die Rührschüssel einer Küchenmaschine geben und 250 ml handwarmes Wasser zugiessen. Alles auf niedriger Stufe 15 Minuten kneten, bis ein glatter, homogener Teig entstanden ist, der sich vom Schüsselrand löst. Den Teig herausnehmen, mit etwas Mehl bestäuben und auf die bemehlte Arbeitsfläche geben. Mit dem Nudelholz 3 – 4 mm dick auswallen. Anschliessend mit einer Ausstechform oder einem umgekehrten Glas 25 Kreise (Durchmesser 8 cm) ausstechen und mindestens 30 Minuten ruhen lassen, damit der Teig aufgehen kann. In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten.

Zutaten Füllung

  • 500 g frischer Blattspinat
  • 10 g Salz
  • 100 g Zwiebeln
  • 2 EL Sumach (aus dem Delikatessengeschäft)
  • 1 EL Olivenöl
  • 3 EL Zitronensaft
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner, grob zerstossen
  • ½ TL Kreuzkümmel, grob zerstossen

Zubereitung

Am Vortag den Spinat putzen, waschen und trocken schütteln. In einer Schüssel mit dem Salz bestreuen, kaltstellen und über Nacht ziehen lassen. Am folgenden Tag den Spinat abspülen und abtropfen lassen, dann fein hacken und zusammen mit den restlichen Zutaten vermengen.

Den Backofen auf 250 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Jeweils einen TL der Füllung in die Mitte der Kreise setzen. Den Rand von drei Seiten zur Mitte hin hochklappen und die aneinanderstossenden Ränder fest zusammendrücken, sodass dreieckige Teigtaschen entstehen. Auf das vorbereitet Backblech setzen und im vorgeheizten Ofen 5 Minuten backen. Sofort, zusammen mit Taboulé, servieren.

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Chadischa Fathallah

Herkunft : Beirut / Libanon
Alter : 17
Funktion : Lernende Bäckerei
In der Migros seit : 2019

Wie ist bei eurer Kultur die Aufteilung zwischen Mann und Frau, was das Kochen anbelangt?
Im Libanon ist die Frau für die Küche verantwortlich. Natürlich sieht man, insbesondere in Restaurants, auch Männer am Herd oder den grossen Steinöfen, in denen Fladenbrot gebacken wird. Daheim aber schwingt die Frau den Kochlöffel. So war das auch bei meiner Grossmutter, welche eigentlich stets in der Küche bei irgendwelchen Arbeiten anzutreffen war.

Was ist das Allerspeziellste, dass es bei euch gibt?
Za’atar. Eine typisch libanesische Gewürzmischung – ich liebe sie über alles! Sie besteht im Regelfall aus wildem Thymian, Sumach und geröstetem Sesam, kann aber auch mit weiteren Gewürzen und Kräutern wie Oregano, Kreuzkümmel, Schwarzkümmel, Anis, Fenchelsamen oder Koriander ergänzt werden. Im Nahen Osten verwendet man sie beinahe schon verschwenderisch für so ziemlich alles: als Marinade für Geflügel, Lammkoteletten, Fisch oder – mein persönlicher Favorit – mit Olivenöl gemischt als Dip für Fladenbrot direkt aus dem heissen Ofen. Köstlich!

Was würdest du als Henkersmahlzeit wählen und warum?
Kibbeh. Das sind kleine frittierte Bulgur-Hack-­Bällchen. Zum einen schmecken sie einfach genial, zum anderen ist deren Zubereitung extrem aufwändig und zieht sich über mehrere Stunden hinweg. Insofern: wer es für mich als Henkersmahlzeit zubereiten müsste, den dürfte ich noch einmal ganz herzlich auslachen, weil er sich wohl selbst am liebsten den Tod wünschen würde…