Empanadas salteñas

Argentinische Teigtaschen
Für ca. 70 Stück

Zutaten Teig

  • 1 kg Weissmehl
  • 400 g lauwarmes Wasser
  • 2 EL Salz
  • 100 g Fett, idealerweise Rindertalg, ersatzweise Butter oder Schmalz

Zubereitung

Das Mehl in eine Schüssel geben und ein Loch in der Mitte formen. Das Salz im lauwarmen Wasser auflösen. Nun das Fett hinzugeben und es nach und nach im Wasser auflösen, jedoch nicht kochen.

Die Mischung zum Mehl geben, alles vermischen und zu einem elastischen und glatten Teig (ohne Klumpen) kneten. Mit einem feuchten Tuch abdecken und 10 Minuten ruhen lassen. Danach den Teig ca. 2 mm dick auswallen und runde Scheiben à 10 – 12 cm Durchmesser ausstechen.

Zutaten Füllung

  • 1 kg Entrecôte oder Roastbeef (von Hand fein geschnitten oder vom Metzger durch die grobe Scheibe des Fleischwolfes ­gelassen)
  • 300 g Fett, idealerweise Rindertalg, ersatzweise Butter oder Schmalz
  • 700 g kleine Zwiebeln, gehackt
  • 2 kleine Kartoffeln (gekocht, in feine Würfel geschnitten)
  • 5 EL Paprikapulver
  • 1 EL Salz
  • ½ TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • ½ TL gemahlener Chili (optional)
  • 1 Tasse Fleischbouillon
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln, fein gehackt
  • 6 hart gekochte Eier, gehackt

Zubereitung

In einer großen Pfanne das Fett schmelzen und die Zwiebel darin langsam anschwitzen, mit Salz, Paprika und dem Rest der Gewürze nach Gusto abschmecken.

Wenn die Zwiebel gar ist, das Fleisch hinzugeben und ebenfalls anbraten. Sobald es zu bräunen beginnt, nach und nach etwas Fleischbouillon dazu giessen, die Kartoffeln hinzufügen und alles während 10 – 15 Minuten sanft garen. Dabei nach und nach etwas Fleischbouillon hinzugeben. Das gekochte Fleisch in eine Schüssel geben und abkühlen lassen. Danach die gehackten Frühlingszwiebeln sowie die Eier untermengen.

Mit einem Suppenlöffel eine kleine Menge Füllung auf jedes Teig-Rondell geben. Wichtig: Füllen Sie nicht zu viel, damit sie beim Backen nicht zerplatzen. Falten Sie den Teig mit der Füllung in der Hälfte und feuchten Sie die Kanten mit sehr wenig Wasser an, so dass der Teig klebt. Mit einer Gabel drücken Sie die Kanten des Teigs zusammen, damit er zusammenhält. Im Prinzip sollte es wie ein Zigerkrapfen aussehen.

Im vorgeheizten Backofen (220 °C) werden die Empanadas während ca. 10 – 15 Minuten, je nach Ofentemperatur gebacken, bis sie gut gebräunt sind.

Hinweis: die Füllung kann auch am Vortag zubereitet und kühl gestellt werden. Auch die Teigrondellen kann man vorbereiten und mit Backtrennpapier getrennt im Kühlschrank bis zur Verwendung aufbewahren.

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Florencia Kauth

Herkunft : Cafayate / Argentinien
Alter : 40
Funktion : Fachverkäuferin Konditorei
In der Migros seit : 2018

Welche drei Zutaten sind in deinem Kühlschrank stets vorrätig?
Zum einen Eier: ich liebe den klassischen Sonntagsbrunch und dazu gehört für mich ein 3-Minuten-Ei. Dann natürlich Dulce de leche. Das ist eine typisch argentinische Milchkonfitüre, mit Zucker und karamellisierter Milch. Ein absoluter Klassiker, den ich selber zubereite und auf jeden argentinischen Frühstückstisch gehört. Und zu guter Letzt: Gemüse, alles mögliche an Gemüse. Damit experimentiere ich auch gerne an neuen Rezeptkreationen.

In Argentinien wird ja ziemlich viel Fleisch gegessen: könntest du dir vorstellen vegan zu leben?
Das ist jetzt lustig. Tatsächlich bin ich Vegetarierin oder besser gesagt Flexitarierin. Ich esse schon sehr gerne Fleisch, habe allerdings Probleme mit der Verdauung. Seit 2011 verzichte ich daher weitestgehend darauf und gönne mir bloss hin und wieder mal ein Stück Rindfleisch oder so. Aber ja, die Argentinier sind vom Fleischgenuss besessen. Insofern findet man dort kaum Vegetarier, geschweige denn Veganer. Die vegane Ernährung wäre auch für mich nichts, dafür schätze ich Milch, Eier und Käse einfach zu sehr!

Stichwort Kulinarische Kindheitserinnerungen: bei mir sind das Milchreis, Aromat-Brötli und Buchstabensuppe. Was kommt dir in den Sinn?
Quesillo con arrope de uva: den gab es bei meiner Mutter daheim regelmässig. Ein Käsefladen mit dickem, süssem Traubensirup übergossen und mit Baumnüssen aus dem eigenen Garten belegt. Köstlich! Bei uns daheim wurde sowieso viel selber gekocht und ich durfte dabei stets mithelfen. Das hat mich bis heute geprägt!