Čobanac

Slawonischer Hirteneintopf
Für 25 Personen

Zutaten

  • 1,5 kg Schweinsragout
  • 1,5 kg Rindsvoressen
  • 1,5 kg Rehfleisch zum
  • Schmoren, z. B. Schulter
  • 7 Zwiebeln
  • 15 Knoblauchzehen
  • 9 Stück Karotten
  • 600 g Sellerie
  • 450 g Petersilienwurzel, ersatzweise Pastinaken
  • 1 Bund Petersilie
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Dose Pelati, ca. 600 g
  • 3 EL Tomatenpüree
  • 3 EL Ajvar
  • 3 EL Paprika edelsüss
  • 3 EL Paprika scharf
  • 3 dl kräftiger Rotwein
  • 5–6 Liter Fleischbouillon
  • 1 kg Gnocchi
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Zunächst das Fleisch in ca. 2 cm grosse Stücke würfeln. Das Gemüse ebenfalls in grobe Würfel schneiden. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. Das Fleisch salzen und pfeffern und in einem hohen Topf in Öl portionsweise anbraten. Danach das Fleisch entfernen und im selben Topf das Gemüse andünsten. Ebenfalls leicht salzen. Nun das Fleisch erneut zugeben und mit Rotwein ablöschen und 5 Minuten einkochen lassen.

Anschliessend den gehackten Knoblauch, die beiden Paprikasorten, Tomatenpüree und Ajvar zugeben und gut vermengen. Anschliessend die Pelati-Tomaten beigeben und alles mit Fleischbouillon auffüllen, bis das Fleisch bedeckt ist. Danach nochmals ca. 4 Finger breit Bouillon zugeben. Alles bei niedriger Hitze leicht zugedeckt während 3 Stunden weich schmoren.

Am Schluss die gehackte Petersilie untermengen, mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken und während den letzten 5 Minuten die Gnocchi im Eintopf mitkochen. Heiss servieren und mit möglichst vielen Freunden gemeinsam geniessen.

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Ivanka Sapina

Herkunft : Karlovac / Kroatien
Alter : 45
Funktion : Fachverkäuferin Käsetheke
In der Migros seit : 1994

Wer hat dich das Kochen gelehrt?
Meine Mutter. Allerdings telefonisch und erst relativ spät. Warum? Nun, damals daheim habe ich eigentlich selten gekocht. Nach der Heirat mit meinem Mann war das Kochen aber plötzlich an der Tagesordnung. Also habe ich regelmässig mit meiner Mutter telefoniert und mir von ihr Tipps geben lassen.

Gibt es Schweizer Gerichte, die du besonders magst und weshalb?
Auf jeden Fall Raclette. Einerseits schmeckt mir natürlich Käse besonders gut, ich arbeite ja nicht umsonst an der Käsetheke. An Raclette gefällt mir aber auch der gesellige Aspekt. Das ist wie in unserer Kultur. Man sitzt am Tisch mit Freunden, Verwandten und der ganzen Familie, alle beisammen geniessen die gemeinsame Zeit und verwöhnen sich mit einem leckeren Gericht. So ist es am schönsten!

Wie ist in deiner Kultur die Aufteilung zwischen Mann und Frau, was das Kochen anbelangt?
Bei meiner Generation war das ganz klar: die Frau steht in der Küche am Herd. Meinen Mann kann ich in der Küche bestenfalls zum Schälen der Kartoffeln gebrauchen, aber am liebsten ist mir, wenn er mir gar nicht dazwischen funkt. Und ihm wohl auch. Mittlerweile zeichnet sich diesbezüglich aber ein Wandel ab. Mein Sohn zum Beispiel kocht mindestens zwei Mal die Woche selber für sich und seine Frau. Offensichtlich haben die Jungen gemerkt, dass kochende Männer bei Frauen gut ankommen.