Arancini

Sizilianische Reisbällchen
Für 6 Personen

Zutaten

  • 500 g Risottoreis (zum Beispiel Carnaroli)
  • 1 grosse Zwiebel, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 Briefchen Safran
  • 1 grosse Hand voll grüner Erbsen
  • 1 dl Weisswein
  • 2 EL Butter
  • genügend heisse ­Fleischbouillon
  • 100 g geriebener Parmesan oder Pecorino
  • 4 Salsicce (italienische, pikant gewürzte Wurst)
  • 120 g Mozzarellaperlen
  • Paniermehl
  • Ca. 2 Liter Frittieröl

Zubereitung

Zunächst den Risotto zubereiten. Dafür das Olivenöl in einem hohen Topf erhitzen und die fein gehackte Zwiebel und den Knoblauch darin glasig dünsten. Danach den Risottoreis hinzufügen, kurz anrösten, bis er ebenfalls schön glasig ist und anschliessend mit Weisswein ablöschen. Fast komplett reduzieren lassen. Den Safran hinzufügen und nach und nach so viel von der heissen Fleischbouillon dazugeben, bis er noch cremig ist und dennoch Biss hat. Das dauert ca. 15 Minuten. Dabei regelmässig rühren. 5 Minuten vor Ende der Garzeit die Erbsen unterheben und ganz am Schluss die Butter sowie den geriebenen Käse unterziehen.

Danach muss der Risotto möglichst rasch abkühlen. Dazu streicht man ihn idealerweise auf ein grosses Blech und lässt ihn an einem kühlen Ort (im Winter gerne auch draussen) möglichst rasch abkühlen.

In der Zwischenzeit von den Salsicce die Enden abschneiden, das Brät auslösen und in eine Pfanne mit heissem Öl drücken. Während rund 10 Minuten bei nicht all zu starker Hitze krümelig braten.

Sobald der Reis abgekühlt ist, können die Reiskugeln gefüllt werden. Wichtig ist, dass man mit befeuchteten Händen arbeitet, dann klebt der Reis gleich viel weniger. Man schnappt sich ein golfballgrosses Stück, drückt es flach in der Hand und befüllt es mit einem Krümelchen Wurst und einer Mozzarellaperle. Nun schliesst man vorsichtig die Kugel (allenfalls noch etwas Reis hinzunehmen) und formt daraus eine Kugel.

Die Reisbällchen werden anschliessend in Paniermehl gewälzt, so dass sie rundum davon überzogen sind. Zwischenzeitlich schon mal das Frittieröl in einem dafür geeigneten Gefäss erhitzen. 180 °C ist die Idealtemperatur – für diejenigen mit Thermostat. Wer aber ein Holzstäbchen eintaucht und es bilden sich kleine Blasen darum, der ist ebenfalls auf Kurs. Der Rest ist Geschichte: Arancini ringsum goldgelb ausbacken, auf Küchenkrepp abtropfen lassen und sofort servieren.

Rezept herunterladen

Debora La Rosa

Herkunft : Palermo / Italien
Alter : 17
Funktion : Lernende Non Food
In der Migros seit : 2017

Was gibt es bei dir, wenn es schnell gehen muss?
Ich koche sehr gerne und es darf auch mal aufwändiger sein, aber wenn es schnell gehen muss, dann landet normalerweise ein Teller Spaghetti mit Sugo auf dem Tisch. Im Zweifelsfall greife ich dann auch auf einen gekauften Sugo anstelle der hausgemachten Variante zurück.

Als Italienerin muss ich dich das einfach fragen: Pizza oder Pasta?
Oh! Das ist aber schwer! (überlegt sehr lange) Gemeine Frage, das ist wirklich schwer. Beide Gerichte sind so vielfältig und abwechslungsreich. Es gibt ja so viele verschiedene Pastasorten. Obwohl zwar, Pizza kann man auch recht unterschiedlich belegen. Aber ganz ehrlich: vermutlich Pasta, da ist die Vielfalt und Bandbreite einfach riesig und noch facettenreicher.

Welcher Duft erinnert dich an die Küche deiner Kindheit?
Da kommt mir gleich das Haus meiner Urgrossmutter auf Sizilien in den Sinn. Wenn wir jeweils in Urlaub gefahren sind, dann habe ich sie natürlich besucht und ihr beim Kochen über die Schultern geschaut. Das ganze Haus war jeweils erfüllt vom Duft der Küche: würzige Salsicce mit Fenchelsamen, die man schon von weit her roch, hausgemachter Sugo und natürlich unsere heiss geliebten sizilianischen Zitronen. Daran erinnere ich mich noch heute sehr gerne!